Zwischen Recht und Unrecht

Sportwetten Sachsen Anhalt

Sportwetten sind aktuell, bedingt durch die Fußball Europameisterschaft, mehr gefragt denn je. In den Städten überbieten sich Anbieter mit Bonusangeboten und verschiedensten Quoten auf bestimmte Sportereignisse. Die Lokale in den Innenstädten sind zu einem Treffpunkt für Spieler geworden. Dennoch sind Sportwetten nach wie vor illegal. Während Wettlokale in anderen Bundesländern geduldet werden und der Staat von deren Steuereinnahmen deutlich profitiert, sträubt sich das Land Sachsen-Anhalt nach wie vor gegen diesen Trend. Denn, ohne eine Glücksspiellizenz, sind Sportwetten nach wie vor illegal.

Strenge Vorschriften in Sachsen-Anhalt

Das einstige Verfahren, welches bereits vor fünf Jahren eine Lösung bieten sollte, liegt derzeit brach. Spieler aus Sachsen-Anhalt sollten, unter der Führung des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff, bereits 2011 strenger kontrolliert werden. Der damalige Wirtschaftsminister forderte außerdem, dass die Hürden für Sportwetten deutlich erschwert werden und Spieler mit Ordnungsgeldern bestraft werden. Bis heute wurden diese Pläne allerdings nicht umgesetzt. Anbieter von Sportwetten in Sachsen-Anhalt müssen zwar einerseits mit Untersagungsverfügungen rechnen, Spieler haben aber bis heute keine Strafen oder Ermittlungsverfahren zu befürchten. Sportwetten sind damit zwar illegal, aber im direkten Vergleich mit Wettspielen von beispielsweise Bürovereinigungen nicht strafbar. Denn laut dem Gesetz wiegt in diesem Fall der Meinungsstreit mehr als das Interesse eines Gewinns.

Lizenzvergabe für Wettanbieter

Auch in Hessen hat sich ein Anbieter von Sportwetten nun durchgesetzt. Nach einem ersten Urteil im März hatte sich der Wettanbieter vor dem Wiesbadener Verwaltungsgericht letztlich im April durchgesetzt. Hessen hatte dem namhaften Wettanbieter zuvor die Vergabe einer Lizenz untersagt, obwohl das Unternehmen alle Voraussetzungen für eine Genehmigung erfüllt. Der Wettanbieter, der unter anderem in Sachsen-Anhalt einige Wettfilialen betreibt, soll nun eine Lizenz erhalten.

Quelle: mz-web.de