Weitere Erfolge durch Razzien in Wettlokale

Polizei Salzburg

In Salzburg sind die Polizei und das Amt für Finanzen fest dazu entschlossen, das illegale Glücksspiel mit allen Mitteln zu bekämpfen. In diesem Zuge konnten seit April 5 Schließungen von illegalen Glücksspielbetrieben erwirkt werden. Die betroffenen Städte waren dabei Parsch, Herrnau und Maxglan.

Im Rahmen dieser Aktionen konnten etwa 100 Automaten, inklusive Zusatzgeräte, beschlagnahmt werden. Auch werden etwa 75 Verwaltungsstrafverfahren gegen die Betreiber geführt. Bisher zeigt die Branche wenig Einsicht und es wird sogar von Maßnahmen wie Videokameras und dem Verbarrikadieren der Zugangswege Gebrauch gemacht, um sich von der Polizei abzuschirmen.

Strohmänner solcher Maßnahmen sind hierbei oft Albaner. Diese rüsten sich sozusagen gegen den Arm des Gesetzes und machen neben dem Verschließen von Türen ebenfalls von verdunkelten Räumen, unauffälligen Lokalitäten und dem Zugang zu den Spiellokalitäten mittels einer Klingel Gebrauch. Die Straftäter wollen mit diesen Maßnahmen alle Verwaltungsorgane daran hindern ihren Betrieb zu stören und neben der Polizei, wurde somit eine Vielzahl anderer Behörden der Zugang verwehrt. Als Gegenmaßnahme der Judikative dürfen dich die Behörden jetzt mit Hilfe eines Schlüsseldienstes Zutritt verschaffen. Der Schlüsseldienst musste sich jedoch auch bereits geschlagen geben als die Türen von innen verbarrikadiert wurden. In diesem Fall hat sich die Polizei doch über ein Fenster Zugang zu der Spielhalle verschafft und konnte sich auf diese Art und Weise durchsetzen.

Die Betreiber dieser illegalen Stätten werden jedoch nicht nur durch solche Maßnahmen immer gerissener und schwerer zu fassen. Mittlerweile machen sie auch Gebrauch von Strohmännern im Ausland, wie Rumänien oder Bulgarien, welche repräsentativ als Geschäftsführer gelten. Laut Aussage der Polizei stört diese, das eingeleitete Strafverfahren sie herzlich wenig. Hintermänner dieser vermeintlichen Geschäftsleute sind dann jedoch oft Österreicher, die sich so erhoffen der Strafverfolgung zu entgehen. Zusätzlich lassen sich diese durch gute Rechtsanwälte schützen, die mit der Materie durchwegs vertraut sind und die Gerichte vor einige Hindernisse stellen können.

Es bleibt mit Spannung zu erwarten, wie der Kampf zwischen den Strafverfolgungsbehörden und illegalen Glücksspiel-Betreibern in Österreich weitergeht und vor allem welche Seite zuerst nachgeben wird.

Quelle: salzburger-fenster.at