US-Beamte verlangen Auslieferung von Online Glückspiel Mogul Calvin Ayre

Einer der Gründer des Glücksspiel-Unternehmens Bodog, Calvin Ayre, gehört zu den reichsten Menschen der Welt und wurde vor einigen Jahren auch von dem People Magazine zu dem heißesten Junggesellen erklärt. Im Jahr 2012 wurden er und seine drei Partner von der Staatsanwaltschaft in Maryland wegen des Betriebs von illegalem Glücksspiel und Geldwäsche verklagt. Seither wurde nicht viel über den Fall bekannt gegeben.

Jetzt versuchen Bundesstaatsanwälte die Auslieferung des kanadischen Staatsbürgers und seiner drei Partner James Philip, David Ferguson und Derrick Maloney zu erreichen. Die vier sind angeklagt $100 Millionen von Konten aus der Schweiz, England, Malta, Kanada und anderen Ländern, auf US-Konten überwiesen zu haben, um Spielern Gewinne auszuzahlen. Des Weiteren sollen sie auch $42 Millionen für Werbung ausgegeben haben. In den USA ist Glücksspiel dieser Art allerdings verboten, was in dem Internet Gambling Enforcement Act von 2006 festgehalten ist. Seither ist Internet Glücksspiel nicht mehr erlaubt und Bodog verstieß gegen dieses Gesetz.

Die Webseite Bodog hatte eine Lizenz von Costa Rica und es wird angenommen, dass die vier Angeklagten sich in Kanada und Antigua aufhalten. Ayre hat zwar gegen die Gesetze der USA verstoßen, er sieht aber nicht, dass die USA seine anderen Geschäftstätigkeiten in der Welt aufhalten können.

In Kanada ist es nur den provinziellen Regierungen erlaubt Online Glücksspiel anzubieten. Kanadier geben aber dennoch jährlich $4 Milliarden bei Offshore Anbietern aus. Die Behörden sind aber mit der Verfolgung des Unternehmers zögerlich. Die Webseiten bodog.ca und bodog.net sind daher immer noch aktiv. Die Seite bodog.com ist hingegen von der US-Behörde beschlagnahmt worden. Es wird sich zeigen, ob die kanadischen Behörden etwas gegen Calvin Ayre und seine drei Partner unternehmen werden oder nicht, denn theoretisch verstößt er auch gegen kanadische Gesetze.

Quelle: www.calgaryherald.com