Sachsen – Anhalt kündigt der Oddset Deutschland Sportwetten GmbH (ODS)

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Die Zusammenarbeit des Landes Sachsen – Anhalt mit der Oddset Deutschland Sportwetten GmbH (ODS) wurde bis auf Weiteres beendet. Grund dafür ist, dass statt der zu erwartenden hohen Gewinne, bei einem Einstieg in den Sportwettenmarkt sehr wahrscheinlich große Verluste drohen. Bereits seit 2012 wurde der Sportwettenmarkt durch private Anbieter von Sportwetten erweitert. Auf der Basis des Glücksspielstaatsvertrags sollten in ganz Deutschland 20 neue Lizenzen vergeben werden. Seither stagniert der Prozess jedoch, da es gegen die Entscheidungen aus dem Jahr 2012 einige Klagen gegeben hatte.

Gründe für die Kündigung

Die Lotto-Toto-Gesellschaft Sachsen Anhalt investierte im Laufe der Zeit über 200.000 Euro in die ODS, die allerdings aufgrund des umstrittenen Urteils von 2012 vorerst handlungsunfähig bleibt. Um den drohenden finanziellen Schaden des Landes zu verhindern, wurde die Zusammenarbeit mit der ODS unterbrochen und zum Jahresbeginn 2017 gekündigt. Diese Entscheidung kann je nach Entwicklung der gesetzlichen Grundlage eventuell noch mal zugunsten der ODS geändert werden. Allerdings ist zu erwarten, dass es erst in zwei bis drei Jahren eine endgültige Entscheidung geben wird. Die Trennung von ODS und der stagnierende Rechtsentscheid werden von der Lottogesellschaft eher negativ bewertet. Somit fehlt der Lotteriegesellschaft nach wie vor jegliche Einflussnahme auf Sportwetten im Internet.

Das Onlinegeschäft boomt

Im Jahr 2014 beliefen sich die Umsätze der Sportwetten allein auf 4,5 Milliarden Euro, von denen der größte Teil online gemacht wurde. Durch die Kündigung der ODS hat die Lottogesellschaft nun keinerlei Einfluss auf das Onlinegeschäft. Unabhängig von der Entwicklung der Gesetzeslage werden weiterhin Sportwetten durch Oddset angeboten. Sollte ODS im Laufe des Prozesses eine Konzession erwerben, übernimmt die Lotto-Toto-GmbH den Sportwettenvertrieb, wenn auch ohne Firmenbeteiligung.

Quelle: mz-web.de