Phil Ivey verliert Klage über £7,7 Millionen wegen Casinobetrug

Das Gerichtsverfahren des amerikanischen Pokerspielers Phil Ivey wurde vor kurzem entschieden. Dabei hatte Ivey die Betreiber des Crockfords Clubs in London auf £7,7 Millionen verklagt, da sich das Casino weigerte ihn diese Gewinnsumme auszuzahlen.

An zwei Tagen im August 2012 spielte der Amerikaner in dem berühmten Londoner Mayfair Casino Punto Banco, eine Variante von Bakkarat. Dabei gewann er insgesamt £7,7 Millionen. Das Casino sagte ihm, dass dieser Gewinn an ihn überwiesen werden würde. Er kehrte dann in die Vereinigten Staaten zurück und stellte dort fest, dass nur sein Einsatz von £1 Million an ihn überwiesen wurde.

Der Betreiber Genting Casinos ist mit über 40 Spielbanken einer der größten Casino-Betreiber im Vereinigten Königreich. Nach Angaben der Gruppe benutzte Ivey eine Spielstrategie, die “Edge Sorting” heißt. Bei dieser Strategie hat der Kunde einen Vorteil gegenüber dem Casino, dennoch bedeutet es nicht, dass es kein Risiko gibt. Das Casino hat aber die Auszahlung des Gewinns abgelehnt, da es sich nicht um eine legitime Spielstrategie handelt und das Casino daher den Gewinn ungültig machen kann.

Phil Ivey im Gegenzug sagte, es sei eine legitime Strategie und dass er niemals betrügen würde. Sein Ruf sei ihm wichtiger als der Gewinn. Die Gerichte sahen das allerdings anders und haben seine Klage abgewiesen und dem Casinobetreiber Recht gegeben. Nach Aussagen des Richters handelte es sich um Casinobetrug.

Phil Ivey ist darüber sehr enttäuscht, und vertritt weiterhin die Meinung, es sei eine legitime gegebene Strategie, und er hat lediglich ausgenutzt, dass das Crockford’s sich nicht ausreichend gegen die Nutzung dieser Strategie geschützt hatte. Bei der Anwendung der Strategie benutzt der Spieler nur Informationen, die offen zur Verfügung stehen, es sei also kein Casinobetrug. Berufung kann nicht eingelegt werden, aber ein neues Verfahren kann beantragt werden.

Quelle: www.theguardian.com/