Lizenzvergabe für Sportwetten gerichtlich gestoppt

Vor einigen Wochen wurden die Betreiber bekannt gegeben, die eine Lizenz von dem hessischen Innenministerium für Sportwetten erhalten sollten. Die maximale Anzahl der Lizenzen wurde dabei auf 20 festgesetzt. Da es allerdings sehr viel mehr Bewerber gab, war schon im Voraus abzusehen, dass viele Bewerber leer ausgehen würden. Das Innenministerium wählte nach einem Vergabesystem die in seinen Augen 20 besten Betreiber aus, die die höchste Punktzahl bei den Vergabekriterien erreichten. Im August wurden dann die 20 ausgewählten Betreiber von dem hessischen Innenministerium bekannt gegeben. Die 21 Betreiber, die leer ausgingen drohten zum Teil mit Klagen gegen diesen Beschluss.

Wie die Betreiber es auch angekündigt hatten, gab es eine Klagewelle von zwölf Klagen von Anbietern, die bei der Vergabe leer ausgegangen sind, darunter auch der große Anbieter Tipico, der über 850 Wett-Annahmestellen in Deutschland betreibt und über 5000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Verwaltungsgericht in Wiesbaden hat nun dem hessischen Innenministerium untersagt diese Lizenzen auszuhändigen. Dadurch verzögert sich die Vergabe der Sportwettelizenzen noch weiter. Natürlich legte das Innenministerium von Hessen Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichtes ein. Sie möchten die Konzessionen sobald wie möglich ausstellen, damit der Sportwettenmarkt in Deutschland alsbald reguliert werden kann.

Jedes Jahr setzen deutsche Spieler bei Sportwetten in etwa 4 -8 Milliarden Euro ein. Durch die Regulierung dieses Marktes sollen Online Sportwetten reguliert werden, damit der Staat es einerseits kontrollieren kann und andererseits auch Einnahmen durch die Steuern hat. Die Anbieter, die den Konzessionszuschlag erhalten haben sind jetzt natürlich enttäuscht, da sich die Vergabe noch mehr in die Länge zieht und die Anbieter dadurch noch länger warten müssen, bis sie ihre Dienste auch online anbieten dürfen. Es wird sich zeigen, wie es jetzt mit der Vergabe der Sportwettenlizenzen in Deutschland weitergehen wird.

Quelle: www.spiegel.de