Grand Casino Basel zu 1,2 Millionen Euro Strafe verurteilt

Die landbasierten Casinos haben eine Sorgfaltspflicht. Das bedeutet, dass sie verpflichtet sind, die Spieler zu schützen. Dazu gehört es Minderjährigen den Zugang zu dem Casino zu verwehren und auch der Schutz von Spielsüchtigen. Die Casinos müssen also das Spielverhalten der Spieler beobachten und bei Anzeichen von zwanghaften Verhalten einschreiten. Vor allem, wenn ein Spieler regelmäßig in das Casino geht und dort mit sehr viel Geld spielt sollte das Casino genauer nachschauen, ob eine Sucht besteht, oder zum Spaß gespielt wird.

Treuhänder verliert rund 4 Millionen Euro

In dem aktuellen Fall hat das Schweizer Casino Basel seine Sorgfaltspflicht über mehrere Jahre hinweg verletzt. Es geht dabei um einen Treuhänder, der zwischen 2003 und 2008 rund 33,8 Millionen Schweizer Franken (etwa 27,8 Mio Euro) verspielte. Dabei gewann er zwar 29 Millionen wieder, die restlichen 4,8 Millionen Franken (etwa 4 Mio Euro) gingen an das Casino.

Der Treuhänder benutzte Jahrelang das Geld seiner Kunden. Er führte die Buchhaltung für mehrere Hauseigentümer und zur Verschleierung der Gelder benutzte er separate Konten, zu denen nur er Zugang hatte. Wenn bei einem Kunden dann Geld benötigt wurde, nahm er es von einem anderen Kunden.

Das der Spieler so lange unbemerkt spielen konnte ist die Schuld des Casinos Basel. Diese hätten den Spieler schon 2005 genau prüfen müssen, denn er fing an mit riesigen Beträgen zu spielen. Angeblich konnte er dem Casino aber glaubhaft versichern, dass er über eigene finanzielle Mittel verfüge.

Das Schweizer Bundesgericht hat das Urteil der Vorinstanzen bestätigt. Zuerst wurde dem Casino eine Strafe von 4,9 Millionen Franken auferlegt. Diese wurde jetzt auf 1,5 Millionen gesenkt, was aber immer noch 1,2 Millionen Euro sind.

Quelle: www.srf.ch