Gesetzliche Grundlage gegen Betrug im Sport geschaffen

Sportwetten

Bislang war es schwierig Betrüger im Sport gesetzlich zu belangen. In jüngster Vergangenheit sind viele Fälle von Wettbetrug bekannt geworden, doch das strafrechtliche Belangen der Täter hat sich als schwierig erweisen. Mit neuen gesetzlichen Regelungen können solche Täter zukünftig mit Geldstrafen und Haftstrafen rechnen.

Das neue Gesetz ist derzeit noch in der Phase des Entwurfs, somit erfolgt vorerst die Abstimmung mit den verschiedenen Ministerien. Das Gesetz soll in zwei Abschnitte strukturiert werden. Der erste Teil zielt dabei auf Personen ab, die Einfluss auf Spiele verüben, um Wetten zu manipulieren. Ein kürzlich in den Medien bekannt gewordener Fall, sind die Manipulationen durch den Schiedsrichter Robert Hoyzer. Ein weiterer Teil des Gesetzes hat die Intention den Sportwettbetrug mit strafrechtlichen Mitteln zu verfolgen, wenn in irgendeiner Form Einfluss auf den Ausgang des Wettbewerbs genommen wird.

Laut der derzeitigen Rechtslage ist es schwierig den Sportwettbetrug strafrechtlich zu ahnden. Durch die Einführung neuer Straftatbestände soll dies nun möglich werden. Der Bedarf für so eine Gesetzesänderung wird dadurch begründet, dass dem Sport so eine große Rolle in der Gesellschaft und wirtschaftliche Bedeutung bescheinigt wird, woraus finanzielle Interessen entstehen. Somit sei es nötig den Gefahren, die durch Betrug und Manipulation dieser Wettkämpfe ausgehen, mit den Mitteln des Strafrechts zu bekämpfen.

Im Falle von Spielern, die bestechlich waren, konnten bisher nur Strafen als Gehilfe verhängt werden. Im neuen Gesetz sollen aber auch sie zu Tätern werden. Damit können dann zudem Trainer und Schiedsrichter mit voller Härte bestraft werden. Hohe Geldstrafen und sogar Haftstrafen von bis zu drei Jahren sind hier angedacht.

Der sportpolitische Sprecher wurde zu diesem Gesetzesentwurf befragt und war verärgert, da laut seiner Aussage der Gesetzentwurf dem Gesetzgeber selber noch nicht zugesandt wurde. Er sei sich jedoch darüber bewusst, dass der Thematik nachgegangen werden muss.

Quelle: deutschlandfunk.de