Geschäftsführer einer Kita stiehlt Vereinsgelder zum zocken

Vor einigen Tagen fand der Prozess gegen einen Spielsüchtigen Geschäftsführer einer Kindertagesstätte in der Südstadt von Köln statt. Der 36-jährige ehrenamtliche Geschäftsführer war Vorstand in dem Verein, in dem sein 5-jähriges Kind den Kindergarten besuchte. Er war unter anderem zuständig für die Einstellung von neuem Personal und die Begleichung von Rechnungen.

In der Kindertagesstätte veruntreute er insgesamt €35.750, die er auf sein eigenes Bankkonto überwies. Bei einer Überweisung waren es sogar €10.500 auf einen Schlag. Mit dem Geld ging er dann in den Casinos spielen.

In dem Prozess sagte der Angeklagte aus, er leide unter Spielsucht. Mittlerweile habe er die Sucht aber angeblich im Griff. Die Richterin verurteilte den Angeklagten zu sechs Monaten Haftstrafe auf Bewährung. Zudem wurde ihm eine Wiedergutmachung des Schadens aufgetragen.

Über Glücksspielsucht

Ab und zu hören wir von solchen extremen Fällen von Glücksspielsucht. Leider haben die Betroffenen in diesen Fällen nicht rechtzeitig auf die Anzeichen reagiert. So ist es dann so weit gekommen, dass Geld gestohlen wurde und der Spielsüchtige nun eine Vorstrafe hat. Zum Glück ist es nicht immer so, dass eine Glücksspielsucht in solch einer extremen Situation endet, es ist aber dennoch wichtig, dass man sich beim Spielen gut beobachtet und Anzeichen für eine Sucht erkennt. Anzeichen können zum Beispiel sein, wenn man sich Geld zum Spielen leiht oder mit Geld spielt, was man eigentlich zum täglichen Leben braucht. Zudem können andere Anzeichen auch sein, dass man das Gefühl hat nicht aufhören zu können und dass der große Gewinn bei der nächsten Runde kommt.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass das Glücksspiel ihr Leben beeinträchtigt und Ihnen mehr Schaden als Freude bringt, dann sollten Sie unbestimmt eine Beratungsstelle aufsuchen.

Quelle: www.express.de