Europäische Kommission will Online-Glücksspieler besser schützen

In einer aktuellen Pressemitteilung der Europäischen Kommission wurde vorgeschlagen, dass zwanghafte Spieler und Minderjährige besser geschützt werden müssen. Aus Sicht der Kommission gibt es Verbesserungsbedarf, bei problematischen Spielen den Zugang zu Glücksspiel einzuschränken und jungen Spielern den Zugang zu verwehren. Für die meisten Menschen ist online und offline Glücksspiel eine Freizeitbeschäftigung. Schätzungen zufolge gibt es aber zwischen 0,1 und 2,2% der Spieler, die an einer Glücksspielsucht leiden und für die Glücksspiel ein Problem ist, welches sich negativ auf das Tagesgeschehen, Familie und ihr Leben auswirkt.

Die Empfehlungen im Detail

In der Empfehlung werden einige Vorschläge zu Grundsätzen gemacht, die von allen EU-Staaten eingehalten werden sollen. Dazu gehört zum Beispiel, dass Minderjährige keinen Zugang zu den Online-Glücksspielseiten haben dürfen, dem nicht ausgesetzt werden sollen, und dass es Vorschriften gibt, die dieses gewährleisten müssen. Dazu gehört auch die Werbung in Printmedien oder im Radio.

Zudem soll auch das Registrierungsverfahren von Spielerkonten auf Glücksspiel-Webseiten verbessert werden und die Verbraucher müssen Alter und Identität angeben, die der Betreiber dann überprüfen muss. Damit sollen die Betreiber auch das Spielverhalten der Spieler besser verfolgen können, um rechtzeitig einschreiten zu können. Mitarbeiter müssen dann auch entsprechend geschult werden.

Es soll präventive Kontrollmechanismen geben, bei der der Spieler schon bei der Registrierung ein Limit festsetzen kann und zudem auch Informationen während des Spiels über Gewinne und Verluste sehen soll und eine zeitliche Beschränkung für das Spielen einstellen kann. Die Spieler sollen zudem leichteren Zugang zu Beratungsstellen für zwanghaftes Glücksspiel bekommen.

Ein weiterer Punkt ist die Werbung für Glücksspiel. Diese soll transparenter werden und mehr soziale Verantwortung zeigen. Falsche Versprechen über Gewinnchancen dürfen dann nicht mehr gemacht werden und es darf auch nicht suggeriert werden, dass Glücksspiel soziale, persönliche, berufliche oder finanzielle Probleme lösen kann. Dazu gehören auch Aufklärungskampagnen für Glücksspiel und die Schließung von Spielerkonten zwanghafter Spieler.

Die einzelnen Mitgliedstaaten der EU sollen zudem auch Einrichtungen benennen, die diese Empfehlungen unabhängig überwachen.

Quelle: www.aktiencheck.de