Einnahmen des Staates durch Lottospiele

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In Deutschland sind die Lottospiele mitunter die beliebteste Form des Glücksspiels, aber wohin geht eigentlich das Geld, das die Spieler für ihr Ticket bezahlen? Wie viel geht in den Lotto-Topf und wie viel bekommt der Staat?

Laut einer Umfrage von Forsa gehört das Lotto 6 aus 49 zu den beliebtesten Glücksspielen in Deutschland. Insgesamt gibt es 16 Lottogesellschaften, die im Jahr 2013 rund €7 Milliarden erwirtschaftet haben. Die Hälfte der Einsätze der Spieler wird wieder an diese ausgeschüttet, im letzten Jahr waren es damit knappe €3,4 Milliarden. 23% der Einnahmen gehen aber an den Staat, der diese Einnahmen für festgelegte Zwecke verwendet, dabei zum Beispiel Jugendprojekte, Sportförderung oder Umweltprojekte. Weitere 16,7% fließen als Lotteriesteuer in den Länderetat und können von den Verwaltungen für generelle Ausgaben genutzt werden. Die Lottoannahmestellen bekommen eine Provision von 7,5% und die restlichen 2,8% stehen den Lottogesellschaften für die Verwaltung und den Betrieb zu.

Damit gehört Lotto zu einer profitablen Einnahmequelle für den Staat, da fast 40% der Lottoeinnahmen in die Staatskassen fließen. Das Lotto ist aber nicht nur wichtig für den Staat, es sind auch über 100.000 Menschen in dem Sektor beschäftigt. Damit gilt Lotto auch als großer Arbeitgeber und wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch die Kritik, dass Lotto ein Glücksspiel ist und Glücksspielsucht verursachen kann. Diese Glücksspielsucht trägt auch einen Kostenfaktor und es wurden letztes Jahr etwa 326 Millionen für die Behandlung von Glücksspielsucht ausgegeben. Dieser negative Faktor muss bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit mit einbezogen werden. Neben Lotto sind es aber auch noch andere Glücksspiele, die in Deutschland immer beliebter werden, dazu gehören zum Beispiel Online Poker und Online Casinos. Auch dieser Markt wächst kontinuierlich und die Spieler geben immer mehr für Online Glücksspiele aus.

Quelle: web.de