Die Geldverteilung der Lottogesellschaften

Lottogesellschaften

Dass die Einnahmen der staatlichen Lottogesellschaften zu einem Großteil gemeinnützigen Organisationen zugutekommen, ist allseits bekannt und wird immer wieder auch vonseiten der Lotto-Anbieter hervorgehoben. Welche hohen Geldsummen aber an Politiker gezahlt werden oder für Gehälter in den eigenen Reihen ausgegeben werden, wird häufig verschwiegen.

Lotto – das beliebte Glücksspiel

Das Jahr 2015 war für die Lottobranche ein sehr erfolgreiches Jahr. Der Umsatz der 16 staatlichen Lotto-Anbieter lag bei 7,3 Milliarden Euro, was auf die erhöhten Spielteilnahmen und – umsätze zurückzuführen ist, die von 2014 auf 2015 um vier Prozent angestiegen sind. Auch wenn der Trend gerade bei vielen jungen Spielern aktuell weg vom Lotto hin zu Angeboten aus dem Internet geht, lässt sich anhand dieser Zahlen erkennen, dass das Lottospielen nach wie vor zu den beliebtesten Glücksspielarten zählt. Auch die Tatsache, dass in etwa 90 Prozent der Lottoeinnahmen wieder in die Gesellschaft investiert werden, lässt Lotto als eine sehr soziale Form des Glücksspiels erscheinen. Neben der Gewinnauszahlung fließen die restlichen Gelder in Form von Steuern, Spenden oder auch durch anderweitige gemeinnützige Ausgaben in die Haushalte der Länder zurück.

Wer profitiert am Ende?

Die Tatsache, dass ein Großteil der Gelder in die Taschen von Politikern fließt, erklärt auch, warum diese wenig Interesse an einer Abschaffung des bis heute gültigen Lottomonopols haben, denn einerseits kontrollieren Sie die Lottogesellschaften, andererseits profitieren Sie von deren Umsätzen. Dass die Geldverteilung der 16 Lottogesellschaften nicht klar geregelt ist, zeigt eine Umfrage, die zehn der 16 Gesellschaften auf den Prüfstand gestellt hat. Kritisiert wurden vor allem die Gehälter von Geschäftsführern und die geringe Kontrolle der Abgaben für gemeinnützige Zwecke.

Quelle: welt.de