Der Alltag eines Croupiers

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Der Beruf des Croupiers passt nicht zu jedem. Die Arbeitszeiten sind immer nachts und von den Wochenenden bleibt am Ende nicht viel übrig. Der 51 – jährige Dietmar Schier beginnt seine Schicht jeden Abend um 19 Uhr. An das tägliche Tragen von Anzug und Krawatte hat er sich nach nun 28 Jahren als Croupier in der Spielbank Trier gewöhnt. Und selbst der späte Arbeitsbeginn macht ihm nach so einer langen Zeit nichts mehr aus. Vielmehr hat sich sein Leben und auch sein Körper an seinen ungewöhnlichen Arbeitsrhythmus angepasst. Zeit für die Familie bleibt auch.

Das muss ein Croupier mitbringen

Das Wichtigste für ihn ist, dass er auch nach so einer langen Zeit noch Freude an seinem Beruf hat. 1988 fing Dietmar Schier in der Trier Spielbank als Saalassistent an zu arbeiten. Für die Ausbildung zum Croupier entschied er sich dann nach einigen Monaten, in denen er sich bereits gut an den Arbeitsrhythmus gewöhnen konnte. Der Croupier schätzt an seinem Beruf vor allem die Arbeit mit Menschen verschiedenster Art. Beim Spiel am Roulettetisch steigt die Spannung oftmals ins Unermessliche und dabei ist der Croupier derjenige, der zu jeder Zeit einen kühlen Kopf bewahren muss und stets kompetent reagieren muss. Oftmals entscheiden wenige Sekunden über Gewinn oder Verlust und er ist hautnah dabei. Viele der Geschichten, die er so jeden Tag erlebt, behält Schier bei sich. Doch es sind wohl gerade die Geschichten, die den Reiz seiner Arbeit ausmachen.

Früher war einiges besser

Die Verdienstmöglichkeiten waren nach Schiers Aussage früher besser, denn zu dem Verdienst häufte sich früher noch ein gutes Trinkgeld an, von dem es sich insgesamt gut leben ließ. Heutzutage sind die Einnahmen eher gering. Denn das Publikum ist im Vergleich zu früher jünger und auch vorsichtiger geworden. Die Spielbank Trier erlebt zudem seit Jahren rückläufige Zahlen. Dies begründet der Leiter der Spielbank, Gregor Dyla, mit der geänderten Gesetzeslage und der Konkurrenz durch Spielhallen. Im kommenden Jahr müssen viele Spielhallen schließen. Welche Auswirkungen das auf die Spielbank in Trier hat, wird mit Spannung erwartet.

Quelle: focus.de