Das Ende des Lottos

Ende des Lottos

Lotto erlebt seit einigen Jahren stark rücklaufende Zahlen und das, obwohl die Glücksspielbranche einen starken Boom erlebt. Die Konkurrenz aus dem Internet und den halblegalen Sportwettbüros wächst stetig, auch wenn die rechtliche Grundlage nach wie vor fehlt. Lotto unterliegt derzeit noch dem staatlichen Monopol und es scheint, als ob es in kommender Zeit noch keine Öffnung des Marktes für Wettbüros oder Onlinecasinos geben wird, da der Glücksspielstaatsvertrag von den Bundesländern immer noch hochgepriesen wird.

Länder halten am Glücksspielstaatsvertrag fest

Glaubt man den Zahlen, hat sich die Zahl der Lottospieler seit dem Jahr 2009 um die Hälfte reduziert, während der unkontrollierte illegale Glücksspielmarkt weiter wächst. Demnach bleiben die Ansprüche des derzeit noch geltenden Glücksspielstaatsvertrages, Spielsucht zu bekämpfen und den Markt zu regulieren, auf der Strecke. Außerdem verzichten die Länder dadurch auf Steuereinnahmen in Millionenhöhe. Ein weiterer vermeintlicher Grund warum sich die Länder noch gegen eine Gesetzesänderung und damit gegen das staatliche Lottomonopol wehren, liegt darin begründet, dass einige Politiker derzeit noch von den Lottogesellschaften profitieren. Vonseiten des Sportwettenverbands (DSWV) ertönt jedoch immer mehr Widerstand zu diesen Ungerechtigkeiten.

Neues wird abgelehnt

Versuche, auf der letzten Ministerpräsidentenkonferenz den Vertrag an die derzeitige Bedarfslage anzupassen, sind jedoch gescheitert. Der Vorschlag Konzessionen für Wettbüros einzuführen wurde abgelehnt und auch die Abschaffung des derzeitigen Glücksspielkollegiums hat keinen Zuspruch gefunden. Es scheint, als entwickelt sich der Glücksspielmarkt viel schneller, als dass sich die Gesetzeslage daran anpassen könnte. Andererseits erlebt auch die Spielautomatenindustrie einen starken Rücklauf, da der Versuch den Markt durch strengere Gesetze zu regulieren die Konsumenten dazu getrieben hat auf illegale Angebote aus dem Internet oder Sportwetten auszuweichen. Eine endgültige Lösung steht zurzeit nicht in Aussicht.

Quelle: novo-argumente.com