Casinos Austria verzeichnen Verlust von €11 Millionen im Ausland

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Der österreichische Konzern Casinos Austria betreibt nicht nur Spielbanken in Österreich, sondern hat auch einige Tochtergesellschaften, die Glücksspiel in anderen europäischen Ländern anbieten. Der Konzern selber verzeichnet zwar seit 2014 wieder Gewinne, dafür machen die Auslandstochtergesellschaften aber Verluste. Das Unternehmen CAI hat zwar im Vergleich zu den Verlusten von €53,4 Millionen im Jahr 2013 deutlich aufgeholt, ist aber immer noch mit €11 Millionen vom Jahr 2014 im minus. Grund dafür war eine Vergleichszahlung an Griechenland.

Für lange Zeit haben sich Casinos Austria und der Mehrheitseigentümer des griechischen Unternehmens Loutraki gestritten. Nun wurde sich Anfang des Jahres auf eine Vergleichszahlung von €30 Millionen geeinigt. Ursprünglich wollten die Griechen €50 Millionen haben.

Das Unternehmen CAI hat im letzten Jahr allerdings einen operativen Gewinn eingespielt. Der Konzern Casinos Austria betreibt mit dieser Tochtergesellschaft auch Casinos in Australien, wobei ein kleineres Casino in der australischen Hauptstadt Canberra verkauft wurde und es nur noch ein Casino in Cairns gibt. Auch dieses steht zum Verkauf. Der Umsatz der Casinos in Australien liegt bei etwa €13,9 Millionen. Auch in anderen Ländern stiegen die Umsätze, dabei zum Beispiel in Ungarn von €6,5 Millionen auf €9 Millionen.

Momentan gibt es auch ein Bieterverfahren für die Veräußerung der 66% der Hauptanteilseigner der Casinos Austria. Der österreichische Konzern Novomatic hat bereits sein Interesse an den Anteilen bekundet. Interessant ist hierbei natürlich auch die sich stetig ändernde Rechtslage der Spielbanken in den verschiedenen Ländern und rechtliche Probleme kommen immer wieder vor. Zum Beispiel liegt der Konzern im Rechtsstreit mit den argentinischen Behörden, die dem Unternehmen die Lizenz entzogen haben, nachdem es Geldwäschevorwürfe gab.

Quelle: derstandard.at