Automatenmanipulation – Betrüger vor Gericht

Spielautomatenbetrug

Vergangenen Donnerstag begann der Prozess gegen zwei Automaten – Betrüger vor dem Essener Gericht. Der Fall der zwei Männer, die für Betrugsmaschen an Spielautomaten verantwortlich sein sollen, sorgte bereits im letzten Jahr für Schlagzeilen in ganz Deutschland. Angeklagt sind der Technische Leiter und der Geschäftsführer eines bekannten Automatenunternehmens. Die beiden Angeklagten, die mithilfe einer Verbrecherbande aus Gelsenkirchen Spielautomaten zu ihren Gunsten manipuliert haben sollen, müssen sich aktuell vor Gericht für ihre Taten verantworten.

Der Tatvorwurf

Die Manipulation der Automaten durch eine speziell veränderte Software bewirkte, dass die Spielautomaten einen geringeren Gewinnbetrag auszahlten, als es das Gesetz vorsieht. Obendrein konnten die Betrüger mithilfe der veränderten Software Spielautomaten komplett leeren, sodass sie zusätzlich hohe Geldbeträge erwirtschaften konnten. Die richtige Tastenkombination auf den Automaten veranlasste die manipulierten Geräte dazu, das gesamte Geld auszuschütten. Das so gestohlene Geld wurde anschließend von weiteren Komplizen eingesammelt. 2015 konnte die Verbrecherbande dann letztlich überführt werden. Die Polizei führte im vergangenen Jahr in mehr als 50 Städten Razzien durch und schnappte die Verantwortlichen.

Das Urteil steht noch aus

Die Komplizen der beiden Drahtzieher wurden bereits verurteilt. Für das Leeren der Automaten mithilfe einer speziellen Tastenfolge bekamen sie Freiheitsstrafen. Die Hauptverantwortlichen der Tat, der Geschäftsführer und der Technische Leiter der Automatenfirma, müssen nun auch mit Haftstrafen von mehreren Jahren rechnen. Angeklagt sind die beiden Betrüger hauptsächlich deswegen, weil Sie wussten, wie man die Spielautomaten manipulieren konnte, sodass diese nur geringste Gewinnbeträge ausschütteten. Laut Aussage der Verteidiger werden die Angeklagten die Tatvorwürfe allerdings bestreiten. Voraussichtlich ein Prozess, der sich über Monate hinweg ziehen wird, denn den Tätern drohen bis zu 10 Jahren Haft.

Quelle: wdr.de